
Keramik, Installation, Raku
Grundkonzept
Die Keramikkünstlerin Anke H. Otto legt ihren Fokus auf die Herstellung von Keramikobjekten die ausschließlich in Aufbautechnik entstehen. Dabei haben die hergestellten Werkstücke, ob nun solitär oder als Installation, keinen konkreten Gebrauchscharakter. Anke H. Otto arbeitet im Wesentlichen mit zwei Brennverfahren: Elektrobrand mit Einsatz von Oxiden, Engoben und Glasuren, sowie die Technik des Niedrigbrandverfahrens, Tonnen- oder Raku-Brand. Herbei ergeben sich spontane physikalische Oberflächenerscheinungen, die individuell, je nach Form, Stärke und Verarbeitung, unvorhersehbare Effekte hervorbringt.
Entstehen der Multiples-Serie
Jedes flächige Quadrat, Rechteck oder Parallelogramm lässt sich durch Ziehen einer Linie in mehrere Dreiecke zerschneiden, trennen und aufteilen. Bei der Herstellung der "Multiples" -Serie arbeitet Anke H. Otto von einer spontan definierten, eckig beschnittenen Grundfläche aus. Darauf werden unterschiedliche Quadrate oder Dreiecke aufgebaut, die aneinandergefügt, einen Hohlkörper bilden. Auch wenn sich die äußere Form des Objektes zunächst nach dem Zufallsprinzip entwickelt, wird die Gesamtform des Objektes durch Größe, Form und Winkel der Einzelstücke gesteuert.
