
Street Art
Mein Künstlername „KAMELOGANA“ geht auf das Jahr 2003 zurück und setzt sich aus dem Wort Kamel und Fata Morgana zusammen. Ein Wortspiel für die Vision auf den Frieden. 2003 war ich im Vorstand des Darmstädter Kunstvereins „UP-ART Factory e.V.“, und wir organisierten im März, am Vorabend des Irakkrieges, ein Friedenssoiree mit Tanz, Theater und Lesungen. Daraufhin fing ich an Aquarelltagebücher zu führen, in denen ich die tagtäglichen Berichte des Krieges verarbeitete. Es entstanden zwei immer wiederkehrende Motive. Ein Kamel und eine vierblättrige Blume. Motive, die sich bis heute auf all meinen Werken wiederfinden lassen.
Es ist mir wichtig für den Frieden einzutreten und meine künstlerische Arbeit in diesen Kontext zu stellen. Angefangen mit der sozialen Nagelskulptur „KAMELOGANA“ in der Innenstadt von Darmstadt 2003, für den Hilfsfond der „Aktion Deutschland Hilft“, um das Leid der notleidenden Bevölkerung im Irak zu mindern, oder der Kunstausstellung „PAX“ 2009, in Zusammenarbeit mit CARE Deutschland-Luxemburg e.V., um die Flüchtlingshilfe in Pakistan zu unterstützen.
Als Stencil und Street Art Künstler übertrage ich meine Arbeiten auf unterschiedliche Bildträger oder verwirkliche sie im öffentlichen Raum. Für meine Werke gilt das Prinzip der Collage. Ich setze unterschiedliche Bilder neu zusammen und schneide daraus Schablonen, durch die ich die Sprühfarbe auftrage. Je mehr Schablonen, umso farbiger das Endergebnis. Den größten Vorteil der Street Art sehe ich darin, dass damit eine anderes Publikum als in einer Ausstellung erreicht werden kann. Als Stencil Art Künstler wurden meine Werke mehrmals für den internationalen Stencil Art Prize in Australien ausgewählt und ausgestellt. Besonders hat es mich gefreut, als ich erfuhr, dass meine Arbeit „Collection Feed Your Head“, als Buchtitel der Jubiläumsausgabe „CUT“ des Stencil Art Prize in Australien, veröffentlicht worden ist. Für mich stellt sich Kunst in den Dienst des Friedens und spricht sich dafür aus Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu beenden. Es gibt kein Privileg für die Hinrichtung unschuldiger Menschen.
