
Malerei, Skulptur
Skulpturen
Meine Arbeiten entstehen aus der intensiven Auseinandersetzung mit dem menschlichen Gesicht als Träger von Erinnerung, Charakter und Zeit. In Ton modellierte Gesichter faszinieren mich, weil sie weit mehr zeigen als äußere Formen – sie erzählen Geschichten. Falten, Blicke, Unebenheiten und Strukturen werden für mich zu Spuren gelebter Erfahrungen und innerer Zustände.
Der Werkstoff Ton erlaubt mir einen direkten, intuitiven Zugang zum Ausdruck. Während des Modellierens entsteht ein stiller Dialog zwischen Material und Figur. Mich interessiert dabei nicht die perfekte Abbildung, sondern die emotionale Präsenz eines Gesichts – seine Würde, Verletzlichkeit und Individualität. Durch die bewusste Herausarbeitung von Oberflächen und Details versuche ich, Persönlichkeit sichtbar und spürbar zu machen.
Meine Arbeiten bewegen sich zwischen realistischer Darstellung und freier Interpretation. Inspiration finde ich in Menschen, Begegnungen und kulturellen Spuren vergangener Zeiten. Besonders faszinieren mich Gesichter mit Charakter, die Geschichten in sich tragen und beim Betrachter eigene Assoziationen auslösen.
Mit meinen Skulpturen möchte ich Momente der Ruhe und des Hinschauens schaffen – eine Einladung, sich mit Menschlichkeit, Vergänglichkeit und Ausdruck auseinanderzusetzen.
Malerei
Meine malerische Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld von Licht, Atmosphäre und abstrahierten Formen. Ausgangspunkt meiner Bilder ist weniger die konkrete Darstellung eines Ortes oder Gegenstands als vielmehr ein emotionaler Eindruck – ein flüchtiger Moment zwischen Wahrnehmung und Erinnerung. Licht verstehe ich dabei als eigenständiges Gestaltungselement: Es löst Formen auf, verdichtet Räume und schafft eine visuelle Bewegung zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion.
In meinen Arbeiten entstehen vielschichtige Bildräume, in denen sich Farbe, Struktur und Transparenz überlagern. Durch das bewusste Reduzieren und Aufbrechen von Formen eröffnen sich neue Assoziationsräume für die Betrachtenden. Mich interessiert das Unbestimmte – jene Zwischenzustände, in denen sich Landschaft, Architektur oder Atmosphäre nur noch andeuten und dadurch eine innere Bildwelt entstehen kann.
Meine Malerei ist geprägt von einem experimentellen Prozess. Schichten werden aufgebaut, überarbeitet, teilweise wieder entfernt, sodass Spuren von Zeit und Veränderung sichtbar bleiben. Dabei suche ich nach einem Gleichgewicht zwischen Intuition und Komposition, zwischen Ruhe und Dynamik. Die Bilder laden dazu ein, sich auf Lichtstimmungen, Farbräume und emotionale Resonanzen einzulassen, ohne eine eindeutige Lesart vorzugeben.
