
Fotografie
Immer schon, seitdem ich begann Fotografien auszustellen, interessierten mich Ab-, Neben- und Umwege.
Zur Zeit der analogen Fotografie legte ich Diapositive übereinander und setzte die dabei entstehenden Effekte bewusst ein, um neue virtuelle Welten zu schaffen.
Als die digitale Fotografie mit ihren erweiterten Möglichkeiten auftrat, nutzte ich einige ihrer Funktionen, insbesondere die Panoramafunktion, dazu, Räume zu „fälteln“ oder zu „krümmen“. Wohlgemerkt: es handelt sich um vom Kameraobjektiv, nicht von meinen Sinnen und meinem Hirn, erzeugte Räume.
Augenblicklich beschäftigt mich das Thema: „Fotografie und Erinnerung“. Fotografie als Tagebuchersatz, bis hin zur Frage, was wird im Zeitalter von KI aus all unseren gespeicherten, der Öffentlichkeit zugänglichen „Erinnerungen“, seien sie nun visueller oder textueller Natur? Geraten unsere persönlichen, intimen Bilder und Aufzeichnungen ebenfalls in den Strudel, in das Magma von Internet und KI?
